Beängstigend und beeindruckend

Uns war immer bewusst, dass wir mitten im südhessischen Deutschland sehr gut aufgehoben waren, was das Wetter und seine Auswirkungen angeht. Nicht nur wurden wir mit vielen sonnigen Tagen im Jahr verwöhnt, die Temperaturen waren in beide Richtungen für gewöhnlich angenehm zu ertragen. Aber noch viel wichtiger: wirkliches Katastrophenwetter gab es nicht. Das Schlimmste waren Starkregen und mal ein Sturm, der zwar auch im Einzelfall gefährlich austeilen konnte, aber nichts war gegen zum Beispiel einen ausgewachsenen Taifun.

Faxai

Ende letzter Woche begannen die Warnmeldungen und Informationen. Bereits da war klar, dass der 15. Taifun diesen Jahres und unser erster nicht, wie seine Vorgänger, an Tokio vorbei ziehen würde, sondern mitten durch die Stadt hindurch. Die Kindergartenleitung informierte uns, dass Montag geschlossen bleiben müsste und die Bahnbetreiber teilten mit, dass der öffentliche Nahverkehr erst um 8.00 Uhr morgens wieder aufgenommen werden würde, was eine kühne Fehlkalkulation werden sollte, denn Faxai übertraf alle Vorhersagen. In großen Teilen des Landes richtete er großen Schaden an und forderte mindestens drei Leben. Für uns war das Ausmaß des Taifuns zum Glück nur sehr wenig zu spüren. Wir wurden vom Tosen des Sturms und heftigen Regens geweckt und mussten mit den Kindern ein wenig Tetris in der Wohnung spielen, bis alle wieder einigermaßen schlafen konnten, aber mehr hat das Nest nicht abbekommen. Benni konnte am nächsten Morgen in zwar sehr vollen Zügen und später als sonst, aber problemlos zur Arbeit fahren. Tausende Menschen, die sich auf die 8:00-Uhr-Ansage verlassen hatten, standen früher für lange Zeit in hoffnungslos überfüllten und um Teil gesperrten Bahnhöfen.

Die Ruhe nach dem Sturm – jetzt weiß ich erst wirklich, was das ist. Tokio strahlte ab mittags im Sonnenschein und verabschiedete den Tag mit einem unglaublichen Sonnenuntergang.

9593E92D-BF53-480E-9CCD-52DA9A96632C

Das durch den Sturm aufgewirbelte Wasser war noch Stunden nach Faxai grasgrün

7E044825-496F-4D3B-9128-5D06FB925040

Erleichterung am Abend danach

Das war sicherlich der stärkste Eindruck unserer Woche, aber zum Glück haben wir auch wieder viel Schönes erlebt.

Ausgang

Der Elternabend zum Beispiel verlief erfreulich entspannt und endete nicht – wie so oft in Deutschland – in stundenlangen Diskussionen über vermeintliche Probleme. Ein halbe Stunde wurden wir von den Erziehern über die jeweilige Gruppe und ihren Plan für die nächsten Monate informiert, dann traf man sich bei Wein und Häppchen zu ungezwungenem Austausch in der großen Runde. Für mich der erste Abend seit Wien im Juni, den ich ohne Kinder „draußen“ war. Besonders schön war auch die Heimfahrt mit dem Mamachari durch die so vielseitig beleuchtete Stadt.

Home

Heimweg

Ein bisschen Tierwelt haben wir auch wieder in unsere Unternehmungen eingebaut. Benni und ich – beide große Katzenfreunde – waren letzte Woche in einem Katzencafé in Harajuku. Ohne Kinder, denn die dürfen da noch nicht rein. Schade für die beiden, aber sicher im Sinne der Fellbündel. In einem gemütlichen Raum konnte man sich entweder einen Platz suchen oder den Bewohnern an ihren Plätzen rücksichtsvoll Gesellschaft leisten. Für die Tiere gab es durch unter der Decke verlaufenden Ebenen und einen Ausgang in Form einer Katzenklappe ausreichend Rückzugsmöglichkeiten, so dass sie tiefenentspannt waren und ihre Gäste hoheitsvoll empfangen konnten.

BF739137-932F-4B8E-B723-B6767430094E

Das Katzenwohnzimmer

49911CE5-493C-4087-9326-4C7D80384AB7

Alles im Blick

8FE38E26-9488-47A0-AC37-A7E99EE29477

Katzenwege

7514764F-A299-4A36-8901-BF35631A9EBC

Ein bisschen Bestechung

Noch mehr Tiere gab es am Samstag, diesmal auch wieder mit Bube und Dame. Durch die gerade bei Benni noch ziemlich ausgeprägte Erkältung ließen wir das eigentliche Ziel Skytree, den höchsten Aussichtspunkt Tokios, nochmal aus. Bei einer Aufzugfahrt auf 450 Meter will man freie Nebenhöhlen haben. Statt dessen haben wir uns das Sumida Aquarium im gleichen Komplex angesehen. Zwar sehr klein im Vergleich zu anderen Aquarien, ist Sumida allerdings sehr schön angelegt. Auf zwei Ebenen finden sich vor allen Dingen Quallen, Pinguine, Seehunde, Goldfische und bizarre kleine Aale, die wie Grashalme aus dem Meeresboden schauen. Es gibt keine festen Wege, man kann die Aquarien aus verschiedenen Blickwinkeln oder Richtungen ansehen und die Atmosphäre ist angenehm ruhig trotz vieler Besucher.

80E18233-12D6-4F3C-B0CF-1EDB6E044CED

Hausputz bei den Pinguinen

CC026687-CE98-4801-B499-3AC8A0D9060D

Mal wieder Kingyo

993C6BC2-219D-452C-B59E-A7FD621C76EC

Ein Fischgarten

67FEBD87-F6FC-4A8B-AF3E-FBA79D77970B

Tokyo Skytree – nächstes Mal von oben

Sonntagabend – man soll es kaum glauben – hatten wir Dinner Reservations. Mit dem momentan sehr anstrengenden Buben, wenn es um Ruhe und Ordnung geht, haben wir uns noch nicht in ein Restaurant getraut, seit wir hier sind. Noch in Roppongi hatte ich einen Flyer von einem Restaurant gefunden, das einmal im Monat Family Dinner anbietet mit Kindermenü, Küchenführung und Eis zum selbst Verzieren. Zu unserem Glück war es obendrein ein ganz großartiges Restaurant mit fantastischem Essen und somit ein gelungener Abend.

Seelenbeben

In einem meiner ersten Beiträge nach unserer Ankunft hatte ich dem Mori Art Museum in den Roppongi Hills versprochen, in Ruhe wieder zu kommen. Heute war es endlich soweit, ich habe mir die Ausstellung „The Soul Trembles“ von Shiota Chiharu angesehen. Da musste ich erst nach Tokio kommen, um etwas von der seit 23 Jahren in Deutschland lebenden japanischen Künstlerin kennen zu lernen. Mit gewebten Netzen und Gespinsten aus farbiger Wolle stellt Chiharu ihre Vorstellung von Existenz und Gefühlen dar. Ihre oft raumfüllenden Installationen sind sehr beeindruckend und wunderschön.

CC761D63-802D-456A-84FE-3C19EEFA1C02C97EE9E7-623D-4DE1-92F1-0E19D4FCBF14DA9B3C83-34BF-4C7D-9BDD-570189234E57

Besonders berührt hat mich „Accumulation – Searching for the destination“, ein Meer aus Koffern an roten Schnüren, die für viele Kofferbesitzer und ihre Gründe, ihre Heimat zu verlassen, stehen.

People leave their hometowns with a destination in mind. Living among people of different nationalities, you suddenly forget that you are Japanese. Looking at yourself reflected in a mirror, you realize for the first time that you have black hair and black eyes.

The further you drift and the more you mix, the more you arrive at a place that allows you to stare hard at yourself, anew.

When I look at a heaping pile of suitcases, all I see is a corresponding number of human lives. Why did these people leave the place they were born, in search of some destination? Why did they go on this voyage? I think back on the feelings of these people on the morning of their departure. – Shiota Chiharu

263BD536-5326-4C57-BAA1-BD201AA19F8A

 

 

O‘zapft is!

Oktoberfest! Auf Odaiba! Japaner feiern eine eigene Miniversion des Exportschlagers deutscher Feste. Das mussten wir uns ansehen. So zog es uns dieses Wochenende wieder nach Odaiba und auf ins blau-weiße Vergnügen. Fahrgeschäfte oder Jahrmarktatmosphäre suchte man hier vergebens, es wurde sich aufs Wesentliche beschränkt: Bier, Würstchen und deutsche Bierzeltmusik.

Am Eingang erwarteten uns zwei Aufsteller in Tracht zum Fotos machen: der typische Deutsche mit Bierbauch in der Lederhose und das weibliche Gegenstück mit ordentlich Holz vor der Hütte. Wir – wenn auch mit weniger Bauch und Holz ausgestattet – fühlten uns inmitten der japanischen Besucher in Bier- und Tanzlaune tatsächlich sehr deutsch. Bube und Dame erreichten gar einen kleinen Menschenauflauf und wurden eingehend bestaunt. Bisher konnte trotz der großen Vielfalt und Andersartigkeit Tokios noch nichts ein größeres Gefühl von Surrealismus auslösen als dieses Fest, aber lustig war es auf jeden Fall. „Wie im Traum!“ stellte die kleine Dame mit ihren Würstchen vor sich und der Musik aus dem Festzelt hinter sich feierlich fest. Der Bube kommentierte durch ausgiebiges Schunkeln das Geschehen. Benni und ich ließen uns das Erdinger schmecken und beobachteten den Effekt von Bier und „Anton aus Tirol“ auf die Menge. Faszinierend.

16ECE662-67AB-4A87-95AE-A8300CF9609C

Jemand ein Foto als Deutscher?

D93D596F-00FB-4CFB-ADC1-9FA18FCB13F9

Keine Maß, aber Bier ohne Ende

2EC2C021-567B-4C81-B2E3-4605888BF799

Stimmung!

Mitbringsel aus dem Kindergarten

Nach einem ausgelassenen Wochenende folgte diese Woche die erste Familienbegegnung mit japanischen Infekten. Der Kindergartenfluch – Freund aller Eltern – schlug zu. Da schickt man den Nachwuchs zwei Tage in den Kindergarten und schon bringen sie zuverlässig ein paar nette Grässlichkeiten aus der Viren- und Bakterienküche mit. Bube und Dame kamen mit einer leichten Erkältung davon, den Rest von uns traf es härter. Benni, der eigentlich nach Europa musste, konnte nicht fliegen und kuriert sich aktuell noch im Nest aus.

Anpassungsfähig

Meine Erkältung wird nicht geteilt!

Mit Schnupfennase und Husten im Gepäck, wagte ich mich heute sehr japanisch auf die Straße: mit Mundschutz, um meine Krankheitserreger nicht in der zahlreich vorhandenen Bevölkerung zu verteilen. Mir stellt sich die Frage, warum es diese Dinger nicht auch in schön gibt. Ist doch nur Papier, könnte doch auch schwarz statt weiß sein. Oder bunt. Oder gestreift. Oder weiß der Geier was, aber nicht so klinisch weiß. Einen coolen Jungjapaner im Teenie-Alter habe ich dann doch noch mit einer wohl waschbaren Textilvariante in schwarz gesehen. Trendsetter. Muss mir so eins besorgen.

Busprofis

Bube und Dame sind seit Montag stolze Busfahrer. Jeden Morgen werden sie vom kleinen hellblauen Schulbus eingesammelt und mir nachmittags wieder geliefert. Schon eine etwas andere Anreise, als der bisherige sehr beschauliche Spaziergang zum Kindergarten um die Ecke in Deutschland. Das scheint aber nur mir aufzufallen, die beiden wirken, als hätten sie nie was anderes gemacht, als sich morgens ohne mich in den Bus zu setzen.

Am Freitag steht der erste internationale Elternabend an. Ich bin gespannt, was mich da erwartet.

 

Klangvoll

Nachdem wir Roppongi und den 13. Stock hinter uns gelassen haben, sind wir auch dem Großstadtlärm ein Stück weit entkommen. Oben im Nest ist es ruhig und friedlich, nur leise reichen die Geräusche von der Straße bis zu uns nach oben. Aber längst nicht alle Geräusche stören. Nach und nach gewöhnt man sich an den wilden Klangmix und hört einzelne Laute neben den vielen Menschen und Fahrzeugen heraus.

Eines der ersten neuen Geräusche, das einem nicht entgehen kann im Sommer, ist das der Zikaden. Diese sechs bis acht Zentimeter großen Wuchtbrummen von Insekten schlüpfen mit dem Ende der Regenzeit und erobern die Stadt. Mein lieber Mann, machen die einen Krach! Bis zu 120 dB können manche besonders vorlaute Exemplare erreichen. Das ist mehr als ein Presslufthammer schafft. So dröhnt es ganz schön ordentlich aus den Bäumen.

Zikade

Krachmacher bei der Arbeit

Bei japanischen Kindern sind die Zikaden sehr beliebt. Sie werden aus Bäumen geklaubt und spazieren getragen oder die abgelegten Larvenhüllen werden eingehend betrachtet. Der Bube findet es spitze und hätte wahrscheinlich selbst gerne eine Zikade zum Gassigehen. Ein Junge auf dem Spielplatz überließ ihm großzügig die gesammelte Larvenhülle. Was für eine Freude! Voller Begeisterung hielt er der kleinen Dame die riesige Insektenhülle unter die Nase und erntete damit die so ziemlich mädchenhafteste Reaktion, die man sich vorstellen kann: ein Spitzer Aufschrei gefolgt von Flucht und einem lauten und langen „Iiiiiiiiiihhhhhh!“ Herrje, wie haben wir nur zwei so gendertypische Exemplare hinbekommen?

Das Abendlied

Ein weiteres sehr charakteristisches Geräusch, das wir schnell lieb gewonnen haben, ist das 5-Uhr-Lied. Jeden Tag um 17.00 Uhr spielen die in der ganzen Stadt installierten Lautsprecher des Municipal Disaster Management Radio Communication Networks eine Melodie. In einem Land, in dem Erbeben und Tsunamis bereits Katastrophen ausgelöst haben, soll das System Warnungen schnell und flächendeckend an die Bevölkerung senden. Je nach Region kann es aber auch für weitere Warnungen oder auch Informationen genutzt werden. Um die einwandfreie Funktion regelmäßig sicherzustellen, wird das Lautsprechernetzwerk einmal am Tag getestet. Da nun aber ein Sirenenton zum Feierabend nicht wirklich angenehm wäre, spielen die Lautsprecher eine Melodie. In den meisten Fällen, so auch in Roppongi und jetzt hier in Shibaura, ist es eine Instrumentalversion des alten japanischen Kinderliedes Yuyake Koyake von Shin Kusakawa. Fest in den japanischen Alltag integriert, wird es auch gerne genutzt, um gerade Kindern zu signalisieren, dass es Zeit ist, nach Hause zu gehen, denn nicht lange nach der Melodie ist Sonnenuntergang. Auch die kleine Dame nennt es schon andächtig „das Abendlied“. 

Zwar für den Ernstfall eingerichtet, ist es im Alltag wirklich zauberhaft, wenn für einen Moment diese riesige Stadt inne zu halten scheint und lauscht.

So finden wir in der Fülle der Geräusche immer auch Schönes und Interessantes oder aber auch Orte, die verhältnismäßig friedlich sind. Gleich um die Ecke liegt Shibaura Park mit einem Spielplatz und einem kleinen angelegten Garten. Eine von vielen kleinen Oasen zwischen den Hochhäusern. Direkt vor unserem Haus verläuft die autofreie Promenade am Wasser entlang, wo Bube und Dame nach Herzenslust rennen und erkunden können. Heute wurde exzessiv mit kleinen Steinchen gespielt, das Echo unter einer Brücke lautstark ausgetestet (auch ein spannendes Geräusch) und den Wasservögeln und Booten auf dem Kanal zugesehen.

FABF8BF5-C9A0-48A4-84A4-4174389BCCDA

Entspannendes Plätzchen

2B5973EB-D545-4DF6-9D79-C6B0E7493D45

Garteninspektion

F035A8C5-0B03-4EED-8DF4-AE6B2F8F08CF

Auslauf am Wasser

Full Moon und Sunshine Class

Eine Geräuschkulisse ganz anderer Art tat sich dann für uns diese Woche noch im Kindergarten, oder hier in der Pre-School, auf. Bube und Dame haben den Start bis auf ein paar Abschieds- und Wiedersehens-Tränchens des Buben super gemeistert und bleiben trotz des Gewusels und Sprachdurcheinanders einigermaßen entspannt. Diese Woche sind wir noch hin und her geradelt, ab nächster Woche beginnt das Abenteuer Schulbus.

E13FC0AA-C895-4BA4-9F19-868869E8736D

Stolze Pre-School-Kinder auf dem Weg

BCD13E3A-D82C-4BA8-9232-7DCB5E896B29

Weit kamen wir am ersten Tag nicht – Regenstopp

99FE721A-F82F-4DA1-BAF8-1AE9217A08D4

Die Full Moon Class stellt sich in Selbstporträts vor – die kleine Dame grinsend oben rechts

 

 

Von Insel zu Insel

Tokio hört nicht auf, uns zu überraschen mit seiner Vielseitigkeit. Jetzt im neuen Quartier angekommen, galt es, die nähere Umgebung zu entdecken. Hätten wir noch irgendwelche Zweifel gehabt, ob wir mit der Wohnlage richtig entschieden haben, wären sie spätestens mit dem Wochenende endgültig zerstreut worden. Wir haben Odaiba entdeckt. Wie auch Shibaura eine künstliche Insel, die mit unserer durch die Rainbow Bridge verbunden ist. Darüber gelangt man neben dem Auto oder zu Fuß im übrigen mit der Yurikamome, meiner neuen Lieblingsbahn, die ich ja schon letzte Woche entdeckt hatte.

Unser erstes Ziel auf Odaiba war die teamLab Borderless Ausstellung, die schon in Deutschland auf meiner Wunschliste stand. Diese digitale Welt, geschaffen von Technikern und Wissenschaftlern verschiedener Disziplinen, will grenzenlose Übergänge zwischen Mensch und Kunstwerk, zwischen Realität und digitalem Raum schaffen und lässt den Besucher ohne definierte Wege durch die Installationen wandern.

Zum Beispiel durch Blumenwelten, die sich rings um uns herum und mit uns als Projektionsfläche ständig veränderten. Bube und Dame jagten virtuellen Fröschen hinterher, rollten leuchtende Bälle durch den dunklen Raum, die kleine Dame bewältigte einen beleuchteten Kletterparcours und entließ ein selbst gemaltes Meerestier mit einem Hightechscanner in ein raumgroße virtuelles Aquarium und sah ihm beim Schwimmen zu. Sie hatte sich hier für einen echt flotten Fisch als Vorlage entschieden, den ich regelrecht für ein Foto jagen musste.

Im Forest of Lamps ließen wir uns verzaubern von der durch Spiegel erzeugten Unendlichkeit der bunten Leuchten. Letzteres hat der Bube verpasst, die Zeit, die wir dafür anstanden, hat er für seinen Mittagsschlaf auf Bennis Arm genutzt. Insgesamt eine sehr beeindruckende Ausstellung, die ich sicher nicht zum letzten Mal besucht habe.

Forest of Lamps

Aber Odaiba hat noch mehr zu bieten. Neben gleich drei Einkaufszentren, die wir mal kurz begutachteten, gibt es hier auch einen Strand. Noch eine Art, wie man Wasser im Sommer in Tokio gewinnbringend nutzen kann: ans Meer fahren. Bisschen schräg fühlt es sich an, kurz hinter der Haustür in die Bahn zu steigen und nach einer Station am Strand wieder auszusteigen. Und dann sitzt man da und schaut den Kindern zu, die vor der Skyline Tokios durchs Wasser hopsen und sich wie zwei Minischnitzel freuen. Könnte schlechter laufen.

E055718A-A7E3-4D51-9BEC-75565AFD25A5

Blick auf unser Zuhause (noch leicht von der Brücke bedeckt ist ein Hochhaus im Bau mit Kränen auf dem Dach, zweites Haus links davon)

D37CA67C-3E89-4E7B-A2AC-A26DB509F145

Strandtag

Morgen starten wir in die letzte Phase der Anfangszeit hier. Wir lernen die Erzieher im Kindergarten kennen. Am Mittwoch geht es für den Buben und die kleine Dame los.

Ab ins Nest!

61 Tage hatten wir kein Zuhause. Neun Wochen hatten wir immer dieselben paar Klamotten in Endlosschleifen an, die in unseren Koffern Platz gefunden hatten. In sieben Unterkünften haben wir uns kurzfristig eingelebt und wieder ausgecheckt. Jetzt sind wir da. In unserem neuen Zuhause. Wir leben in Tokio.

Montag wurden wir um 9.00 Uhr von unserer Maklerin Rio abgeholt. Im übrigen machen Makler hier einen sehr viel umfangreicheren und serviceorientierteren Job als in Deutschland, wo der Auftrag als erledigt betrachtet wird, wenn der Mieter unterschrieben hat. Nicht so für Rio, die nach unserer Zusage noch entschieden hat, dass der Vermieter ruhig noch eine Klimaanlage mehr (in zwei von vier Zimmern war keine installiert) und Vorhänge für alle Räume springen lassen könnte. Das hat sie dann auch tatsächlich ausgehandelt. Den Vorhangstoff und die Farbe für jeden einzelnen Raum konnten wir sogar selbst bestimmen. Dann spielte sie auch noch Chauffeurin für uns und unsere diversen Gepäckstücke sowie Babysitterin für den Buben und die Dame, während wir der Einführung ins Gebäude lauschten.

Den Fahrservice nutzen dann allerdings nur Benni und die Kinder, ich fuhr mein Mamachari nach Shibaura Island. Im Zuge der Einführung lernten wir dann nicht nur, wo unser Briefkasten und die hauseigene Packstation ist sondern auch, wo mein Mamachari wohnt. Im größten Fahrradkeller, den ich je gesehen habe. Und das Bild zeigt nur etwa ein Drittel des ganzen Raums.

Fahrräder ohne Ende

Fahrrad verstaut, alle vollzählig, Koffer hochgebracht bekommen, noch schnell Proviant für den Tag im Supermarkt nebenan besorgt, Benni verabschiedet, es konnte losgehen. Insgesamt reihten sich am Montag drei Service-Checks und drei Lieferungen aneinander. Nach reichlich Gewusel, Auspacken und Aufbauen – zum Glück nicht durch mich sondern von den Möbellieferanten – hatten wir am Ende des Tages schon eine gewisse Gemütlichkeit in unserem Nest – denn so fühlt es sich so weit oben irgendwie tatsächlich an – zwischen all den Kartons und Koffern erreicht. Und an der Aussicht kann sich keiner von uns so richtig satt sehen. Am allerwenigsten der Bube, der immer wieder seinen Lieblingsplatz am Fenster einnimmt und staunt.

Lieblingsplatz mit Aussicht

Schön bei Tag…

…und bei Nacht

Nasser Hund

Dienstagnachmittag ging es nochmal zu Nitori, dem Möbelhaus unseres Vertrauens, um ein paar Dinge nachzubestellen. Der Plan war, dass ich mit den Kindern mit der U-Bahn nach Shibuya fahre und wir uns dort mit Benni an der Hachiko-Statue treffen. Hachiko war der vor ein paar Jahren auch durch den Film mit Richard Gere bekannt gewordene treue Hund, der sein Herrchen jeden Tag vom Bahnhof abholte und nach dessen plötzlichem Tod noch jahrelang bis zu seinem eigenen Tod zur selben Uhrzeit am Bahnhof darauf wartete, ob sein Mensch nicht vielleicht doch noch auftauchte.

Wir kamen auch bis zur Statue – und dann keinen Milimeter weiter. Es goss wie aus Eimern und wir hatten weder Schirm noch Regenjacken noch sonst etwas mit. Großartig. Auch Hachiko sah irgendwie traurig aus. Nitori, nur ein paar Hundert Meter entfernt, war unerreichbar. Nach einer langen Wartezeit und dem Kauf zweier Schirme, haben wir es noch geschafft, waren aber bis auf den auf Bennis Arm gut unter dem Schirm verstauten Buben SEHR nass. Die kleine Dame wurde in ihre Wechselklamotten gesteckt, die Großen bissen die Zähne zusammen und ließen sich während des Einkaufs lufttrocknen.

Mittwoch ging es dann weiter mit Lieferungen und Terminen. Die japanische Entsprechung des Telekom-Technikers kam vorbei, um den Internetzugang freizuschalten und gleich darauf der Mensch des Anbieters, um es einzurichten. Lief alles wie am Schnürchen. Nest ist online.

Oh der Donnerstag. Ein großer Tag und ein anstrengender Tag. Unsere Kisten aus Deutschland wurden geliefert. Nach all den Wochen Minimalismus, waren wir wirklich überfordert mit den ganzen Dingen, die wir glaubten zu brauchen. Puh. Es hätte auch weniger getan. Aber half ja nichts. Alles auspacken und einräumen. Und dabei die Nerven behalten, denn mit zwei Kindern heißt das nichts anderes, als stetig einzuräumen und genauso stetig alles zwecks Begutachtung, Wiedersehensfreude und Spieldrang wieder aus dem Schrank oder einfach direkt aus der Hand genommen zu bekommen. Aber es war schön zu sehen, wie die beiden sich gefreut haben über lang vermisste oder vergessene Sachen.

Ich machte mich schließlich nochmal auf in den Elektronikladen, denn auch daraus fehlten noch ein paar Kleinigkeiten. U-Bahn im Berufsverkehr, es war also soweit. Yay. Geht, aber gibt Schöneres. Entlohnt wurde ich allerdings auf der Rückfahrt, auf der ich die Yurikamome Linie nahm statt der Yamamote Linie wie auf dem Hinweg. Die Yurikamome fährt auf diesem Teilstück komplett überirdisch am Wasser entlang und hat zudem noch Panoramascheiben am vorderen Ende, an dem ich mich durch Zufall wiederfand. Das war mal eine Fahrt mit Aussicht.

Fahrt mit der Yurikamome Linie

Blieb heute noch, die Stühle und den Tisch für die Kinder aufzubauen, aber da hatte ich tatkräftige Unterstützung.

Noch fehlt einiges und es sieht zum Teil noch chaotisch aus, aber hier schonmal die einigermaßen fertiggestellten Bereiche in unserem Nest:

Wohnzimmer

Das Reich der kleinen Dame mit dem selbst ausgesuchten Hochbett

Bubes Zimmer – das war‘s mit dem Babybett

Unser Bett kommt noch – solange tut es die Matratze

Das typische japanische Bad ist zweiteilig, Teil 1…

…und Teil 2

Die Toilette, zu deren berühmten Funktionen an anderer Stelle mehr

Der Eingangsbereich: ganz wichtig ist die geflieste Schuhzone, danach geht es in Hausschuhen oder barfuß weiter

Wasser ist immer eine Lösung

Es ist mal wieder heiß in Tokio. Nach ein paar Regenstunden zwischendurch, die die Stadt in eine Megasauna verwandelt haben, sind wir mittlerweile wieder bei 36 Grad angekommen. Eine sehr gute Lösung ist Wasser, in einfach jeglicher Form.

Zunächst einmal natürlich zum Trinken. Dank der überall aufgestellten Getränkeautomaten ist die Flüssigkeitsversorgung immer gesichert. Wenn man mal etwas wagen möchte, empfehle ich, sich einfach irgendein interessant aussehendes Getränk auszusuchen. Meistens ist es eine Variation von ungesüßtem Tee – mal gut, mal furchtbar – hinter manchen Knöpfen verbergen sich diverse limonaden-/saftartigen Getränke, die dafür umso mehr Zucker enthalten und an jeglichem Obst vielleicht einmal von Weitem vorbei getragen wurden. Dazu sind noch isotonische Getränke und eben Wasser mit im Spiel. Es wird nie langweilig. Ein großer Nachteil der Getränkeversorgung sind allerdings die Unmengen an Plastikmüll, die sich durch die Flaschen anhäufen. Plastik ist hier generell ein Thema, das uns immer wieder entsetzt. Hier ist einfach alles in Plastik verpackt. Gerne auch doppelt. Ich habe schon Kleidung in Plastikfolie eingeschlagen in Plastiktüten über die Ladentheke gereicht bekommen. Puh.

Wasser in allen Aggregatzuständen

Eine weitere interessante tokiotische Art Wasser bei hohen Temperaturen einzusetzen, ist der kühlende Wasserdampf, der gerne in Warte- oder Aufenthaltsbereichen im Freien über die darunter wartenden oder sich aufhaltenden Personen gepustet wird. Hat was.

Was auch immer geht ist, sich einfach am Wasser aufzuhalten. Das hat neben einer leichten tatsächlichen Kühlung auch einen nicht zu unterschätzenden psychologischen Effekt mitten im Großstadtsommer. An dieser Stelle viele Grüße an meine lieben Kollegen zu Hause, die den gleichen Effekt mit unserem Büro-Keramik-Deko-Schneemann erzeugen. Einen Schneemann habe ich hier nicht auftreiben können, dafür aber den Original Weihnachtsbaum des Tokyo Midtown Einkaufszentrums von 2008. Sagen wir es mal so, Weihnachtsbäume können wir besser…

Wir haben uns dafür gleich an zwei Wasserstellen gefühlt gekühlt. Zum einen am schönen Teich im Hinokicho Park, an dem man rundum an vielen Stellen auf Felsen direkt bis ans Wasser gelangt. Ging sogar mit dem Buben, der sich nicht, wie befürchtet, sofort in den Teich gestürzt hat, sondern brav auf dem Stein saß und staunte. So erfolgreich eingeführt, wurde die Methode gleich abends noch in den Roppongi Hills angewandt, wo es sich auch im Dunkeln gut kühlen und staunen lässt.

Im Dunkeln war ich dann schließlich diese Woche auch nochmal in Shibuya unterwegs. Zwar ohne Wasser, aber auch ohne Kinder. Wir brauchten noch ein paar Sachen für die neue Wohnung, ohne die man schlecht die ersten Tage übersteht, Handtücher und Kaffeemaschine im Wesentlichen. Ja, die Kaffeemaschine braucht vor allem einer von uns besonders für das tägliche Wohlbefinden. Nachdem man Benni schon diese Woche im Büro wegen Wartungsarbeiten und Feiertagswoche die Zufuhr zum Kaffee gestrichen hatte, riskiere ich lieber keinen Fehlstart im neuen Heim. Und ich nutze gerne auch jede Gelegenheit, mal kinderfrei aus dem Haus zu kommen. Shibuya ist und bleibt beeindruckend und hätte ich nicht echt schwere Tüten geschleppt, wäre ich auch noch länger geblieben. Dank Ladenöffnungszeiten bis 22.00 oder 23.00 Uhr wäre das auch kein Problem. Ein anderes Mal.

Zurück zum Wasser. Oder in unserer letzten Variante: ins Wasser. Jedenfalls für Bube und Dame. Tokio ist voll von Splash-Waterparks für Kinder. Meistens sind das kostenfreie, auf Planschbeckenhöhe gefüllte Wasserbecken, oft mit kleinen Fontänen ausgestattet. Am Samstag fanden wir einen solchen im Freizeitparkbereich der Tokyo Dome City. Wo bei uns Achterbahnen, Stadien oder große Einkaufszentren in der Regel auf der grünen Wiese errichtet werden, stehen sie hier einfach mittendrin. Gibt ja auch keine grüne Wiese.

Tokyo Dome City vereint alle drei Einrichtungen, so dass man hier shoppen, zum Baseball gehen oder mal eben eine Runde Achterbahn fahren kann. Oder die Kinder in den Splash-Park lassen kann. Nachteil für die Eltern ist hierbei leider, dass man selbst ungewässert in der Sonne nebendran steht und versucht, einem Hitzschlag zu entgehen. Das und die Tatsache, dass der Bube auch die weiteren Attraktionen nutzen wollte – Wasserrutsche oder Schaumbad – beides aber nicht durfte weil zu klein, ließen uns das Vergnügen bald auch wieder beenden. Die Altersbegrenzungen für Kinder und Sicherheitsbestimmungen im Allgemeinen sind in Japan schon seeeeeehr vorsichtig angesetzt. Mag sein, dass wir einen sehr forschen Buben am Start haben und selbst nicht besonders ängstlich sind, was seine Ambitionen und Fähigkeiten zu klettern oder zu rutschen angeht, ich bin mir aber sehr sicher, dass er unfallfrei eine hüpfburgartige Gummirutsche, die in einem Planschbecken endet, rauf und wieder runtergekommen wäre. Oder ich erinnere an die doofe Pinguin-Bootsfahrt, die die kleine Dame mit ihren 4 Jahren nicht ohne mich absolvieren durfte. Safety First. Immer und überall, wenn man sich in Japan bewegt. An jeder noch so kleinen Baustelle finden sich zum Beispiel meist zwei ältere japanische Herrschaften, bewaffnet mit einer Art Laserschwertattrappe aus Plastik, um einen lächelnd und winkend sicher an der Absperrung vorbeiführen. Oder sie stehen an Zebrastreifen, um Autos anzuhalten und Fußgänger passieren zu lassen. A-n e-i-n-e-m Z-e-b-r-a-s-t-r-e-i-f-e-n. Es ist faszinierend. Und auch irgendwie lieb, so umsorgt zu werden. Ich frage mich, wie Besucher anderer Nationen auf die vielen Sicherheitsmaßnahmen reagieren, denn im Grunde kommen wir ja auch schon aus einem sehr sicherheitsliebenden Land. Nichts gegen Japan allerdings.

Heute haben wir gleich einen zweiten Plansch-Park ausprobiert. Shinjuku Park, in dem wir schon letzte Woche den großen Spielplatz aufgetrieben hatten, hat auch einen großen Wasserbereich, der getestet werden musste. Die Kinder waren hellauf begeistert und rannten quietschend durchs Wasser. Für ungefähr eine halbe Stunde, dann wurden alle rausgeschickt. Nach intensiver Beobachtung fanden wir auch heraus, warum: der PH-Wert des Wassers wurde genommen und die drei Blätter, die sich nach wohlgemerkt einer Stunde Öffnungszeit angesammelt hatten, wurden sorgfältig rausgefischt. Hachja, es muss alles seine Ordnung haben.

Abschied von Roppongi

Der Rest des Tages war dann für eine Tätigkeit reserviert, die uns inzwischen wirklich mächtig zum Hals raushängt: Koffer packen. Zum sage und schreibe neunten Mal seit Mitte Juni haben wir unsere Habseligkeiten in diverse Taschen und Koffer gepackt, denn morgen geht es nach Shibaura. Nach neun Wochen Vagabundenleben ziehen wir endlich in unser neues Zuhause. Yay.

Bye bye Roppongi

 

Staunen und lenken

Mountain Day und neuem Buggy sei Dank, haben wir es im zweiten Anlauf tatsächlich auch INS Nature and Science Museum geschafft. Auf dem Weg dahin hat der Bube schonmal die Schlaftauglichkeit des neuen Gefährts getestet – geht scheinbar ganz hervorragend.

Aufgrund des enormen Andrangs im Museum, haben wir es für dieses Mal beim Besuch zweier Abteilungen belassen. Das ist das Schöne an unserem Aufenthaltsstatus: wir können einfach nochmal kommen und müssen nicht in kürzester Zeit mitnehmen, was geht. Für ein besseres Verständnis der Exponate und Filme, fehlte uns insgesamt oft die englische Beschriftung, aber das geht einem Touristen in Deutschland oft sicher sehr ähnlich. Immerhin haben wir die Kinder mal Museumsluft schnuppern lassen, nachdem wir uns das Schlossmuseum in Marburg ja noch verkniffen haben. Vermutlich eignen sich Tiere, Skelette, Flugzeuge etc. auch besser zum Einstieg. Es wurde jedenfalls gestaunt, gefragt, angefasst – hier muss noch an den Grundregeln eines Museumsbesuchs gearbeitet werden – und gekämpft. Letzteres um die besten Plätze an diversen Monitoren.

Wie schon vermutet, ist uns dann tatsächlich kein Berg begegnet, um dem Feiertag die verdiente Ehre zu erweisen. Der nächste Feiertag ist der Tag zur Ehrung der Alten im September, mal sehen, ob uns das besser gelingt.

Frisur mit PS

Nachdem ich mir am Samstag schon die Nägel habe machen lassen und damit schonmal einen Haken hinter „Neues Nagelstudio meines Vertrauens finden“ setzen konnte, gingen wir heute einen weiteren Punkt auf der Liste an: „Neuen Friseur für den Buben finden“. Ich bin ja immer sehr beeindruckt, wenn Eltern ihren Kindern die Haare selbst schneiden können. Und ich habe da auch schon echt super Ergebnisse gesehen. Ich lasse allerdings selbst lieber die Finger und Scheren von Bubes Frisur. Ich bin seit meiner Jahre mit roten, pinken oder schwarzen Haare echt gut im Haarefärben, aber Schneiden, nein danke. Er kann dann zu mir kommen, wenn er gerne blaue Haare hätte.

Also Friseur auftreiben. Tokio wäre nicht Tokio, wenn nicht auch hier eine Besonderheit aufzutreiben wäre. Mit Zusso Kids haben wir nicht nur einen Friseur gefunden sondern gleich einen Unterhaltungsprogrammpunkt für beide Kinder. Hier warten keine einfachen Stühle auf die kleinen Kunden sondern man nimmt in Autos Platz, die jeweils vor den Spiegeln aufgebaut sind. Der Bube hat sich zielstrebig einen Mercedes ausgesucht und erstmal wild ins Lenkrad gegriffen. Dazu gab es noch einen Mickey Mouse Film, der praktischerweise gleich beide Kinder in seinen Bann gezogen hat. Voilá, Haarschnitt gelungen.

Eventhaarschnitt

Demnächst muss ich dann noch einen Friseur für mich finden. Ich fürchte, auf die Autos werde ich dann wohl leider verzichten müssen.